aktion tischnachbar – ein Mittagstisch für alle Friedrichstädter

Mit der „aktion tischnachbar« startet friedrichstadt.sh einen wöchentlichen Mittagstisch in Friedrichstadt. Die Initianten der „aktion tischnachbar« servieren jeweils am Mittwoch ein warmes Menu für Friedrichstädter und andere Menschen, die in der Stadt arbeiten. Damit soll nicht nur eine Alternative zum schnellen Imbiss geboten werden, sondern gleichzeitig auch ein neuer Begegnungsort geschaffen werden.

Keine Frage: Alleine zu essen ist nicht nur langweilig, sondern schmeckt auch weniger gut. Dinge gemeinsam genießen macht einfach viel mehr Spaß. Wohl deshalb verzichten viele Singles regelmäßig darauf, für sich allein zu kochen. Die Alternative ist billiges Junkfood oder ein kostspieliges Essen außer Haus. Wobei Letzteres allein eben auch keine Freude ist.

Genau hier will „aktion tischnachbar« ansetzen. Zumindest einmal in der Woche, sollen Bürger und Werktätige in Friedrichstadt die Möglichkeit haben, ein gutes, warmes Essen in Gesellschaft zu genießen. Unkompliziert, ohne Verpflichtung und kostengünstig. Denn das ist für Singles und Werktätige eben auch ein Problem: Wer für sich allein kocht oder über Mittag eine vernünftige Mahlzeit in einer Gaststätte zu sich nimmt, muss ziemlich tief in die Tasche greifen. Kochen in der Gruppe ist dagegen deutlich günstiger. Skaleneffekt, nennt sich dieses Phänomen.

  • Wo: Haus zu den drei Rosen, am Markt 22, erster Stock
  • Wann: Ab dem 27. März immer am Mittwoch ab 12:30
  • Kosten: Freiwillige Spende
  • Anmeldung: Voranmeldung jeweils bis Dienstagabend notwendig (Mehr dazu unten)

Sie wollen mehr über den offenen Mittagstisch der »aktion tischnachbar« erfahren? Wir haben Ihnen nachfolgend die wichtigsten Fragen gleich selbst beantwortet.

aktion tischnachbar offener Mittagstisch in friedrichstadt

An wen wendet sich der offene Mittagstisch?

An alle, die hier zuhause sind. Und das „hier“ bezieht sich jetzt nicht zwingend auf Friedrichstadt. Es kann auch sein, dass man hier einfach nur arbeitet und irgendwo in der Region wohnt. Die »aktion tischnachbar« soll verbinden und nicht ausgrenzen…

Damit ist aber auch geklärt, dass der offene Mittagstisch keine Option für Gäste und Touristen ist. Diese sollen sich in den umliegenden Gaststätten verköstigen.

Warum muss man sich anmelden?

Weil wir das Essen planen und einkaufen müssen. Eigentlich logisch, oder?

Wie kann man sich anmelden?

Es gibt unzählige Möglichkeiten:

  • Man kommt vorbei und meldet sich im Rosen-Huus persönlich an.
  • Man schreibt eine Email an tischnachbar@friedrichstadt.sh
  • Man nutzt das Kontaktformular auf:
    • Friedrichstadt.sh
    • 1621.sh
    • Rosen-huus.com
  • Wir werden jeweils auf diesen Seiten auch spezielle Formulare bereitstellen, in denen man auch Sonderwünsche (siehe Frage: Kann man Sonderwünsche anmelden?) hinterlegen kann.
  • Unter den Rufnummern
    •  089 62 18 38 90
    • 04881 680 44 24
  • Per Fax: 089 99 67 96 13
  • Schriftlich, indem man seine Anmeldung am Markt 22 in den Briefkasten wirft

Was ist das Ziel der »aktion tischnachbar«?

Wir wollen mit der »aktion tischnachbar« einen kleinen Beitrag leisten, dass die Menschen von Friedrichstadt wieder näher zusammenrücken. Wir haben die vielleicht etwas naive Idee, dass eine Welt, in der man miteinander redet, miteinander isst und einander hilft, für alle einen Mehrwert bringt. Daran wollen wir arbeiten.

Was kostet ein Mittagessen?

Dies ist kein Restaurant. Man muss nicht für sein Mittagessen zahlen. Im Prinzip funktioniert das Ganze wie die Kasse einer (gut funktionierenden…) Wohngemeinschaft. Man gibt, was man hat. Wenn irgendjemand nichts hat, ist das auch in Ordnung. Die Teilnahme am offenen Mittagstisch hängt nicht davon ab, ob man zahlt oder nicht. Es gibt auch keine Kontrolle.

Wie finanziert Ihr das?

Betrachten Sie das Ganze wie einen Spendentopf. Wir legen monatlich einen Grundstock. Der wird vermutlich nicht reichen, um alle durchzufüttern… Deshalb ist jeder aufgefordert das beizutragen, was er oder sie kann, bzw. was es ihm oder ihr wert ist.

Was geschieht mit den Überschüssen?

Sollte am Ende des Jahres etwas übrig bleiben – und davon gehen wir ehrlich gesagt aus – wird der Überschuss dafür verwendet, „Heiligabend in der Gemeinschaft“ zu finanzieren. Eine überkonfessionelle Veranstaltung, welche im Prinzip dieselben Ziele verfolg wir die »aktion tischnachbar«: Gemeinschaft schaffen und den Menschen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind.

Was wird serviert?

Das wird von drei Dingen abhängen:

  1. Der Laune des Kochs oder der Köchin
  2. Den Anmeldungen (und den angemeldeten Sonderwünschen)
  3. Dem Pegelstand der Kasse (kleiner Hinweis!)

Wer kocht?

Grundsätzlich werden die Initianten das Kochen übernehmen. Wenn sich Freiwillige dazu bereiterklären auch zu kochen, ist dies selbstverständlich auch möglich.

Was gibt es zu Essen?

Einfache aber gute Küche. Manchmal mit, manchmal ohne Fleisch. Manchmal mit, manchmal ohne Salat, Suppe oder was auch immer. Auf jeden Fall wird es abwechslungsreich sein.

Was gibt es zu Trinken?

Es wird immer Wasser und Tee haben. Wer härteren Stoff mag, muss sich seine Limo, seine Schorle oder seinen Saft selber mitbringen.

Wir sind nicht puritanisch, aber wir möchten nicht, dass Alkohol getrunken wird. Das hängt nicht alleine damit zusammen, dass es erst Mittag ist und die meisten noch ein halbes Tagwerk zu erledigen haben. Man sollte sich auch vor Augen halten, dass es für Alkoholiker einfacher ist sich zu enthalten, wenn keine Versuchung vorhanden ist. Und da wir nicht wissen (wollen) ob jemand ein Alkoholproblem hat oder nicht, lassen wir es lieber.

Kann ich mithelfen?

Immer! Man kann uns einfach ansprechen und schon hat meinen einen Haufen Arbeit zu erledigen.

Kann man Sonderwünsche anmelden?

Wünschen kann man immer. Ob wir die Wünsche allerdings erfüllen können, ist nicht garantiert. Wichtig ist, dass Sonderbedürfnisse angemeldet werden: glutenfrei, laktosefrei, vegetarisch …

Wir geben uns Mühe, aber wir werden immer nur eine Mahlzeit kochen. Wenn es nicht gehen sollte, melden wir uns vorab.

Ich bin VegetarierIn, kann ich auch teilnehmen?

Natürlich! Wir garantieren, dass Veganer immer ein vollwertiges Essen erhalten werden. Was wir nicht garantieren, dass sich der Rest dem unterwerfen muss. Manchmal gibt es also vegetarische Gerichte und manchmal gibt es ein Gericht, welches wir in einen vegetarischen und einen nichtvegetarischen Bereich unterteilen werden.

Wichtig: Melden Sie Ihr Bedürfnis vorher an!

Achtung: Wir werden niemals garantieren können, dass man etwas Veganes essen kann. Das ist einfach zu umständlich. Wer sich gerne vegan ernährt, hat die Möglichkeit eigenes Essen mitzubringen und mit den anderen zu essen.

Muss man etwas essen?

Nein, das Essen ist Mittel zum Zweck. Wir wollen Menschen zusammenbringen. Wenn also jemand einfach nur Lust hat, die Mittagspause mit anderen zu verleben, auch gut.

Muss ich Punkt 12:30 am Tisch sitzen?

Nein. Ab 12:30 sollte das Essen bereit sein. Wer später kommt, bekommt was übrig bleibt… 😉 Aber da man sich anmelden muss, ist das wohl kein Problem. Bitte teilen Sie uns aber trotzdem mit, wenn sie nicht um +/- halb Eins bei uns sein können.

Ich bin gehbehindert und kann keine Treppen steigen…

Das ist ein echtes Problem und zwar eines, das wir nicht lösen können. Sorry! Unser Mittagstisch steht im ersten Stock. Selbst im besten Fall – d.h. im Sommer – können wir nicht garantieren, dass alle den Ort des Geschehens barrierefrei erreichen können. Wir entschuldigen uns hierfür, aber wir können es nicht ändern.

Kann man auch zu zweit kommen?

Aber sicher!

Können Kinder mitgebracht werden?

Im Prinzip ja. Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen: Wir wollen keinen Spielplatz. Darauf sind unserer Räumlichkeiten einfach nicht ausgerichtet. Schulkinder, welche aber zuhause keinen Mittagstisch haben, sind uns aber IMMER willkommen.

Wer ist friedrichstadt.sh?

Friedrichstadt.sh ist eine neue Plattform im Netz, welche sich mit der Stärkung des Standortes beschäftigt. Diese Plattform befindet sich zurzeit im Aufbau. Getragen wird friedrichstadt.sh von den Machern von 1621.sh, der Firma additional advice services ug und dem Rosen-Huus. Initiatiator ist Daniel S. Batt und seine Mitstreiterinnen Carola Batt-Michel und Christine Ax.

Warum macht Ihr das?

Weil uns an dieser Stadt etwas liegt. Vor allem aber, weil wir nach Wegen suchen, wie wir die Gesellschaft als Ganzes positiv gestalten können. Dazu gehört, dass wir Formen suchen, wie wir als Gruppe oder als Gesellschaft unseren Wohlstand teilen können. Eine Fähigkeit, welche die Zivilgesellschaft nach und nach zu verlieren scheint.

 

Sollten bezüglich der »aktion tischnachbar« noch Fragen unbeantwortet geblieben sein, so kann man die entweder persönlich in unserem Laden am Markt 22 stellen oder man richtet eine Email an tischnachbar@friedrichstadt.sh

 

 

 

 

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